Bausparen mit Bonus

Bausparen mit Bonus

Bausparen mit Bonus - Die Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden

Der Kollaps der globalen Finanzmärkte im Herbst 2008 produzierte im Gegenteil zur landläufigen Annahme nicht nur Verlierer. Während die abenteuerlichen Spekulationen der globalen Fond- und Kapitalmanager in ausbleibende Bonuszahlungen, massive Imageschäden und berufliche Neuorientierungen mündeten, etablierte sich, nahezu unbemerkt vom medialen Krisenvoyeurismus ein neuer Shootingstar in der Finanzszene in Person des oftmals als eher bieder und antik kolportierten Bausparkassenbankers. Just im Jahr der Krise, als die Lehman Brothers in die ewigen Baissegründe verschwanden und die Fannie Maes und Freddie Macs der Branche nur mit Alimentierungen von Staates Gnaden am Roulettetisch bleiben durften, da meldeten die deutschen Bausparkassen ihr zweitbestes Neugeschäft seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Satte 62,8 Milliarden Euros flossen allein auf die Konten der privaten Bausparkassen; und auch die kommunalen Bausparkassen verzeichneten ein achtprozentiges Plus bei der Neukundenakquise im Vergleich zum Vorjahr.

Wachsendes Sicherheitsbedürfnis bei Anlegern steigert Vertragsabschlüsse

Die Zeiten, in denen Träger maßgeschneiderter Businessanzüge Privatanlegern Renditen im zweistelligen Bereich versprachen und dabei auch noch Wort hielten, sind längst vorbei. Hohe Rentabilität in kurzer Zeit, am besten ganz ohne Eigenleistung, nach dieser Maßgabe wirtschaften heute bestenfalls die örtlichen Finanzämter. Der klassische Privatanleger sehnt sich nach Sicherheit und stabilen Zinssätzen, einem Bausparen mit Bonus quasi. Das in sich geschlossene System der deutschen Bausparkassen ist auf die weltweiten Kapitalflüsse nicht angewiesen, die Einlagensicherheit garantiert der Bund qua Gesetz. Dass immer mehr Anleger ihr Geld in Bausparverträge investieren, hat wie so vieles im Leben mehrere Ursachen.

Bausparen mit Bonus vom Staat und Renditen zwischen drei bis fünf Prozent pro Jahr

Die Bausparkassen garantieren stabile Zinssätze, in Abhängigkeit zu den Vertragskonditionen, zwischen drei und fünf Prozent. Kaum ein Finanzprodukt bietet aktuell ähnlich hohe Zinsen. In den Genuss des wohl größten Vorteils des Bausparens aber kommen vor allem junge Menschen und damit vorrangig Haushalte mit mittleren Einkommen. Hier finanziert der Staat quer. Durch Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmersparzulagen bis zu einer festgesetzten Einkommensobergrenze beteiligen sich Bund und Länder an der Kapitalanlage. Im Moment erhalten förderberechtigte Arbeitnehmer 154 Euro im Jahr, für jedes Kind im Haushalt zusätzlich 185 Euro, die Geburtsjahrgänge ab 2008 erhalten sogar 300 Euro. Dazu kommt: Unabhängig von Einkommensgrenzen gewährt der Bund Steuervorteile im Zuge der Wohn-Riester-Förderung für diejenigen, die gekaufte oder gebaute Immobilien auch selbst bewohnen. Bausparen mit Bonus – kaum zu übersehen, hier ist er.

Erfolg durch Transparenz

Der Erfolg des Bausparens ist keine hochkomplexe, langweilig zu erzählende Geschichte. Er beruht, neben Sicherheit und staatlichen Förderungen, auf der Schlichtheit und der Transparenz des Produkts. Der Bausparer legt Geld in einem festgeschriebenen Zeitraum an, erhält Zinsen und staatliche Zulagen und erwirbt nach Ablauf des Vertrages Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen zum Bau oder Erwerb einer Immobilie. Dieses wird, zusammen mit den ersparten Einlagen, in der Regel nach Erreichung eines Mindestguthabens (in der Regel 50 Prozent der vereinbarten Bausparsumme), ausgezahlt. Dabei zu beachten gilt: Wer, nachdem das Mindestsparguthaben einmal erreicht ist, weiter einzahlt verringert dabei den zinsgünstigen Darlehensanteil und schadet sich selbst. Das Ziel, Bausparen mit Bonus, wäre damit nicht erreicht.